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Ich war auch in Äthopien!
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Mein Name ist Lisa und ich studiere Geoinformation an der Beuth Hochschule in Berlin. In unserem 4. Semester ist eine 12-wöchige Praxisphase vorgesehen. Wo wir am Ende landen bleibt uns überlassen. So entschied ich mich ins Ausland zu gehen. Durch einen Professor an der Hochschule kamen eine Kommilitonin und ich an einen Praktikumsplatz in Addis Abeba, Äthiopien. Zusammen bereiteten wir uns also auf Afrika vor.

Der Flug ging über Frankfurt und Khartum, womit wir abends in Addis Abeba ankamen. Dort erwartete uns ein Professor der Addis Abeba University schon und brachte uns zu unserer Unterkunft. Ein kleines gemütliches Zimmer mit zwei Betten. Am nächsten Morgen als wir dann durch die Straßen fuhren und erst mal eine SIM-Karte kaufen wollten, kam der erste Kulturschock. Es war meine erste Reise in ein afrikanisches Land und somit sog ich jeden neuen Eindruck wie ein Schwamm auf.

Die Leute sind allgemein sehr freundlich und hilfreich, aber auch sehr aufdringlich und neugierig. Auf solche Sachen muss man eben gefasst sein. Die Stadt selbst ist zurzeit im Wandel. Es wird eine Straßenbahn gebaut, viele Hochhäuser und neue Hotels entstehen gerade, sowie viele neue Straßen. Dafür ist sie trotzdem schon heute sehr modern. Es gibt Supermärkte, öffentliche Verkehrsmittel in Form von Bussen, sehr viele Banken und Shopping Malls. Überall war es möglich Fast Food zu essen. Auch traditionelle Gerichte gab es in allen Restaurants und das äthiopische sauerteigartige Brot ‚Injera‘ konnte man an jeder Ecke für ein paar Birr kaufen.

Die Arbeit bestand aus zwei Projekten. Zum einen mit einem GPS-Gerät von Trimble die Campusgrundstücke mit den Gebäuden von der Universität aufnehmen und diese in ein Shapefile einlesen. Diese Daten werden in die Stadtkarte von Addis Abeba eingebaut, welche die Beuth Hochschule erstellt und dieses Jahr noch auf den Markt bringen will. Dies stellte sich auf manchen Grundstücken als schwierig dar, weil manche Gebäude keine genaue Bezeichnung oder sehr viele Funktionen hatten.
Zum anderen, das war das größere Projekt, sollten Choroplethenkarten von Afrika für die Global Geospatial Conference, in Addis Abeba im November 2013, erstellt werden, die online einsehbar sind. Die grundlegenden Daten dafür beinhalten hauptsächlich Entwicklungs-Indikatoren. Mit Hilfe der Web Kurse von Esri, eignete ich mir das Wissen, wie man mit der neuen ArcGIS Online Plattform umgeht, schnell an. Wir entschieden uns dafür das Jahr 2000 mit 2010 zu vergleichen um den Fort- bzw. Rückschritt deutlich darstellen zu können. ArcGIS Online bietet eine Methode an um Karten in Applikationen umzuwandeln, was sich als sehr lohnenswert herausstellte, weil man so Links verteilen, womit der Benutzer sehr einfach die Karten miteinander vergleichen kann.

Rückblickend würde ich mich wieder dafür entscheiden ins Ausland zu gehen. Äthiopien ist ein wunderschönes Land. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie solche grünen Berge wie in Lalibela gesehen oder solch beeindruckende Legenden und Geschichten gehört. Ich würde jedem raten das Land zu bereisen und das in allen Himmelsrichtungen.

Ich danke dem DVW für die finanzielle Unterstützung meines Äthiopien-Aufenthaltes, der mich auf persönlicher und fachlicher Ebene sehr bereichert hat.

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